Auch in Amerika befasst sich ein leidenschaftlicher Teetrinker mit Mythen rund um das wunderbare Heißgetränk. Dr. Tea räumt mit ein paar von ihnen auf:
Auch in Amerika befasst sich ein leidenschaftlicher Teetrinker mit Mythen rund um das wunderbare Heißgetränk. Dr. Tea räumt mit ein paar von ihnen auf:
Sie haben vermutlich an diesen (letzten?) Sommertagen etwas anderes zutun, also zuhause im Wohnzimmer zu bleiben und zu spielen. Da der Herbst aber bestimmt kommen wird hier eine Spiel-Empfehlung für alle ab 12 Jahren:
Darjeeling: Kurzbeschreibung des Verlags
"Aus den Bergen im äußersten Nordosten Indiens kommt eine der begehrtesten Teesorten, der Darjeeling. Teeliebhaber in aller Welt schätzen das sehr feine und blumige Aroma der ersten Ernte eines Jahres.
Dabei spielen die richtige Behandlung des Tees und ein schneller Transport eine große Rolle, denn nur wer wirklich frischen Tee liefert, stellt die anspruchsvollen Teekenner zufrieden.
Darjeeling kommt ohne festen Spielplan aus. Die Plättchen mit den Teekisten werden in Form einer Landkarte ausgelegt, so dass man auch unterschiedliche Teeregionen, wie China oder Sri Lanka spielen kann. Mit ihren Figuren ziehen die Spieler über die Auslage und sammeln Kisten verschiedener Teesorten ein. Der Spieler darf in einem Zug aber immer nur eine Teesorte auf ein Schiff verladen. Für ihre Fracht auf den Schiffen erhalten die Spieler jede Runde Siegpunkte. Durch das Verladen neuer Teekisten fällt aber immer die jeweils älteste Ladung heraus. Darjeeling erfordert taktisches Gespür und gutes Timing! Es bietet in der vergleichsweise kurzen Spieldauer nicht nur ein Maximum an Entscheidungen, es lässt sich auch hervorragend zu zweit spielen."

Via Tee-Tagebuch
Es ist soweit: Die Gewinnerin für ein Tee-Probierpaket ihrer Wahl steht fest - es ist Mucksmauschen. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Aussuchen.
Für alle anderen: Bald gibt es wieder ein neues Gewinnspiel. In der Zwischenzeit wünschen wir ein schönes, sonniges Wochenende!
... Nämlich ein Probierpaket mit leckerem Tee Ihrer Wahl von Evas Teeplantage.
Wie das geht? Folgen Sie uns auf Twitter und posten Sie bis Samstag, 21. August, 12:00 Uhr, folgenden Text:
"Tolle Tees jetzt im Probierpaket von @teepod. Trinken Sie auf Probe bei Evas Teeplantage: http://bit.ly/bENXkU"
Viel Glück wünscht Ihnen
Teepod
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
In Japan gibt es seit Neuestem einen intelligenten Getränkeautomat, der Käufern automatisch passende Getränkevorschläge unterbreitet. Je nach Alter, Geschlecht, Tageszeit oder Außentemperatur.
Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv
Natürlich empfiehlt der Rechner hinter dem Touch-Screen auch den in Japan so beliebten Grüntee in allen Varianten. Und (hoffentlich) nicht nur für Frauen, wie im Artikel beschrieben. Keine schlechte Idee. Das wäre doch auch etwas als Ergänzung zu den Schokoladen- und Gummibären-Automaten an deutschen Bahnhöfen. Ich jedenfalls, würde kaufen. Und Sie?
Als Teefachhändler verkaufe ich nicht nur Tee im Internet, sondern auch in einem Ladengeschäft in der Nürnberger Altstadt. Somit ist natürlich alles, was in "meiner" Stadt passiert, interessant für mich.
Ich kaufe am Liebsten bei kleinen Läden in meiner Umgebung ein. Ob das der Bio-Käseladen in Johannis oder der Kaffee-Röster in Gostenhof ist. Wofür Geld bei anonymen Verbrauchermärkten ausgeben, wenn ich in kleinen Läden eine exzellente Beratung bekomme und der Händler beim nächsten Besuch nicht nur meinen Namen, sondern auch die von mir bevorzugten Produkte kennt?
Kurz um: Lokal ist für mich Trumph.
Um solche lokalen Einzelhandels-Perlen oder tolle Restaurants zu finden, habe ich bisher beim Bewertungsportal www.qype.de recherchiert. Jetzt gibt es eine neue Möglichkeit, Städte besser kennenzulernen:
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Das Frage-Antwort-Portal Askalo, das in diesem Frühjahr online ging. Askalo steht für "ask a local" - Frage jemanden, der die Stadt kennt. Wer also neu in der Stadt ist oder sich in bestimmten Bereichen noch nicht gut auskennt, kann hier von Insidern erfahren, wo es das gewünschte Produkt oder Geschäft gibt.
Askalo ist nicht nur als Frage-Antwort-Plattform angelegt, sondern soll sich auch als Community beweisen, auf der man sich mit Freunden oder Menschen aus der Stadt vernetzen kann. Inzwischen gibt es 150 angelegte Städte im deutschsprachigen Raum, die darauf warten, mit Fragen und Antworten "befüllt" zu werden.
Das im Titel genannte ist wirklich nichts Neues für engagierte Verkäfer und Teeliebhaber. Dass diese Erkenntnis jetzt allerdings von der FORSCHUNGSGRUPPE KLOSTERMEDIZIN rechtzeitig zum Sommerloch verkündet wurde, hat mediale Auswirkungen in ganz Deutschland. Fast einhellig verbreiten alle Onlineredaktionen vom Suedkurier bis zu den Luebecker Nachrichten denselben Artikel, noch dazu im selben Wortlaut. Stellvertretend hier der Artikel bei sueddeutsche.de
Trotz der anklingenden leichten Polemik bedanke ich mich herzlich bei der (tatsächlich existierenden) Forschungsgruppe aus Würzburg, denn allzu viele Gelder werden in Deutschland nicht in die Erforschung des Tees investiert. Da tut ein kleiner Medien-Hype ganz gut.
Es stimmt natürlich, dass das Wasser abkühlen muss, bevor man Grüntee aufgießt. Die Geschichte mit EGCG ist nicht neu, obwohl einige Nahrungswissenschaftler mir erklärten, dass das Forschungsgebiet der Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) noch relativ neu und (fast) noch unerforscht ist. Was diesen Wirkstoff angeht, werden wir im Laufe der nächsten Jahre hoffentlich noch viel Neues und Spannendes erfahren - nicht nur im medialen Sommerloch.
Wie muss ich diesen Tee eigentlich dosieren? Eine Frage nicht nur aus meinem Arbeitsalltag, sondern ein Thema, das Verkäufer und Teeliebhaber gleichermaßen beschäftigt. Für ein so einfaches Problem müsste es doch eine einfache Lösung geben, oder? Ein Teemythos muss her: Bei der Zubereitung von Tee verwendet man einen Teelöffel pro Tasse und einen zusätzlich "für die Kanne". Stimmt das?
Man soll also einen Früchtetee genauso hoch dosieren wie einen tollen Darjeeling first flush oder einen würzigen Assam second flush? Gyokuros aus Japan genauso wie einen aromatisierten Schwarztee? Nein, natürlich nicht! Neben der Vernachlässigung der Teesorte und -qualität würde dieser Dosierungsvorschlag zu sieben Teelöffeln Tee pro Kanne führen ausgehend von einer normalen Tassengröße von 0,15 Litern, sowie einer Kannengröße von 1,0 Liter. Das ist nicht nur abwegig, sondern auch noch Verschwendung.
Es ist schwer zurückzuverfolgen, woher dieser Irrglaube kommt. Viel schwerer wiegt jedoch die nimmermüde Verbreitung diese Mythos von der Apothekenrundschau bis zu Bella, Brigitte und Bild der Frau. Man braucht beim Arzt nur eine dieser Zeitschriften aufzuschlagen und spätestens in der Abteilung Wellness oder Ernährungs-Tipps springen einen diverse Teemythen direkt ins Gesicht. Der heute besprochene allerdings vergällt dem Teeliebhaber den Genuss allerdings auf äußerst bittere Art und Weise.
Fazit: Vertrauen Sie lieber Ihrem eigenen Geschmack als wohlwollenden Freunden, einer Zeitschrift oder Verkäufern mit diesem Tee-Tipp. Schwarze Tees werden mit dieser Dosierung fast immer bitter, Grüne Tees eher fade im Geschmack;einzig säurearme Früchtetees nehmen diese Überdosis nicht übel. Tipps zur Zubereitung von Tee sollten Sie immer als Leitlinie und nicht als Faktum begreifen. Denn keiner schmeckt, wie Sie schmecken und keiner kennt Ihre individuellen Trinkgewohnheiten. Prost!
In diesem Video erklärt Dr. Tea, woher die verschiedenen Teesorten und Teeaufgussgetränke kommen:
Es ist heiß und wir brauchen dringend Flüssigkeit. Wasser pur ist auf die Dauer langweilig. Heißer Tee zu heiß. Die Lösung also: Wir wollen Eistee. Sie vielleicht auch? Dann werden Sie jetzt Fan von Tee auf Facebook und gewinnen ein Teeset zum Eistee selbermachen.
Und so geht es:
Schluss mit lustig ist am Freitag, 9. Juli 2010 um 19:00 Uhr. Dann wird verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Vor einiger Zeit zeigte ich Ihnen hier ein Video eines amerikanischen Teehändlers, Dr. Tea. Hier sehen Sie nun, dass Kamille zwar sehr hilfreich und (für manchen Menschen) lecker sein kann, dass das Kraut jedoch kein Tee im eigentlichen Sinne ist.
Wer sich an letztes Jahr erinnert weiß noch, dass ich den deutschen Teeverband gescholten habe. Der Grund dafür? E-Mails werden nicht beantwortet oder erst nach einer gefühlten Ewigkeit, die Website ist - vorsichtig gesagt - suboptimal gestaltet und Informationen zu unserer Branche werden nur sehr zögerlich publiziert.
Jetzt bin ich leider selbst etwas spät dran um Ihnen die neuesten Zahlen zum Teeverbrauch der Deutschen im Jahr 2009 zu präsentieren. Der Teeverband war diesmal fix und fand heraus, dass circa 20 Prozent der Tees, die in Deutschland getrunken werden, in Teefachgeschäften gekauft werden. Und Tee bedeutet hier per Definition Schwarzer und Grüner Tee. Sonst nichts. Knapp über die Hälfte der insgesamt verkauften Menge wird durch die großen Lebensmittelketten wie Edeka oder Rewe an den Konsumenten gebracht. Wie viel Tee mittlerweile über das Netz vertrieben wird ist hier nicht zu erfahren, aber eine Größenordnung von 10 Prozent dürfte vermutlich nicht zu hoch gegriffen sein.
Der Gesamtverbrauch der deutschen Teetrinker verharrt fast unverändert bei 18.000 Tonnen pro Jahr, was umgerechnet etwa 25,5 Litern pro deutschem Bürger entspricht. Sehr interessant ist die Tatsache, dass in Deutschland mittlerweile mehr Tee "veredelt ", als getrunken wird. Fast 44.000 Tonnen werden insgesamt bei uns eingeführt; gut 25.000 Tonnen verlassen die Bundesrepublik wieder in Richtung Ausland. Veredelung heißt dabei meist nichts anderes, als das Mischen der diversen Tees oder eine Aromatisierung dieser Mischungen.
Ein knappes Rennen bei den absoluten Zahlen des Teeexports lieferten sich im letzten Jahr Kenia und Sri Lanka. Mit lediglich 10 Tonnen Vorsprung, bei einer absoluten Zahl von jeweils weit über 300.000 Tonnen, hat Kenia wiederholt den Titel des größten Schwarzteeexporteurs nach Afrika geholt.
Wer sich für die Teedaten 2009 im Detail interessiert kann sie sich hier als PDF runterladen und in Ruhe alle Veränderungen analysieren. Selbstverständlich bei einer schönen Tasse (Eis-)Tee. Am Besten gleich gemeinsam mit einem Teeneuling aus Süddeutschland. Denn wir Franken, Bayern und Schwaben haben wirklich etwas nachzuholen, beim Teekonsum. Gegenüber den Ostfriesen haben wir (im Moment noch) keine Chance.
Es ist wieder soweit! Der japanische Shincha 2010 ist eingetroffen und er ist wie fast jedes Jahr ein Traumtee mit einem einzigen Manko. Dieser Tee ist nicht nur in Japan sehr begehrt, sondern auch unter Feinschmeckern in Europa kein Geheimtip mehr und deswegen sehr schnell vergriffen.
"Shin" heißt im Japanischen nichts anderes als neu und "Cha" bedeutet schlicht Tee. Dieser "neue Tee" ist in Japan der erste Tee, der nach dem Winter geerntet wird und für jeden Japaner ein Muss. Er läutet nicht nur den Frühling ein, sondern fällt seit jeher mit dem brühmten Kirschblütenfest zusammen. Dieses ist das vielleicht größte Ereignis des Frühjahres in ganz Japan, aber überall zu einem anderen Zeitpunkt, von Ende März bis Anfang Juni, da Japans Inseln sich über mehrere tausend Kilometer erstrecken. Einen tollen Artikel hierzu habe ich auf einem anderen Blog gefunden. Diesem ist nichts hinzuzufügen, einschließlich der tollen Bilder.
Shin-Cha zeichnet sich durch sein unglaubliche Frische und intensive Aromen aus. Das ist auch der Grund, warum in Japan Schlange gestanden wird, wenn in den Fachgeschäften die entsprechenden Fahnen aufgehängt werden. Jeder Kunde erhält nur eine kleine Menge, in manchen Geschäften nur 100 g, und muss sich dann trollen. Oder die eigene Mama bitten auch etwas zu holen. Ob sie ihm dann etwas abgibt ist die andere Sache.
Wer es gerne aromatisch, grasig, leicht süß, eben "umami" mag, der sollte unbedingt schnell bestellen. Wir haben nur 25 Tüten á 100 g aus Shizuoka und 15 Tüten á 50 g des etwas würzigeren Shincha aus Fukuoka zur Verfügung. Das ist dann alles für dieses Jahr, also sputet euch.
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